Schöne Tage beim Wanderurlaub in Einsiedeln erlebt

Die Teilnehmer
Kloster Einsiedeln
Kloster Einsiedeln
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Vom 16. bis 25. September führte unsere Sektionsfahrt mit 22 Wanderbegeisterten nach Einsiedeln im Schweizer Kanton Schwyz. Unser Quartier für die zehn Tage war das 3-Sterne-Hotel St. Georg, in dem wir sehr gut aufgenommen und verpflegt wurden. Wenn wir auch in erster Linie zum Bergwandern in der Region waren, so konnte doch die riesige barocke Klosteranlage auch die weniger Kulturinteressierten nicht unberührt lassen, ebenso wie manch andere sehenswerte Domizile, die von einigen besucht wurden. Unsere Ausflüge an den acht Wandertagen führten uns in die reizvolle Bergwelt rund um den malerischen Sihlsee.

Bei der Einlauftour am Freitag ließen wir uns von unserem Bus nach Egg (857 m) bringen und mussten die ersten 400 Höhenmeter anfangs bei leichtem Nieselregen überwinden, um über Schönboden zum Stöcklichrüz (1248 m) zu gelangen. Dort hatten wir eine wunderbare Aussicht auf den Sihl- und Zürichsee, die ab und an durch Nebelschwaden getrübt war. Weil es die Tage vorher noch kräftig geregnet hatte, gestaltete sich der Abstieg nach Willerzell über die Alp Summerig wegen der matschigen Wiesenwege schwieriger als gedacht. Weiter ging’s über die gut einen Kilometer lange Sihlseebrücke nach Birchli, wo wir erst noch über einen kleinen Berg mussten, bevor es hinunter nach Einsiedeln ging, wo es am Nachmittag im Hotel Kaffee und Kuchen gab.

Die erste Hürde zu bewältigen gab's am Sonntag gleich beim Start
Die erste Hürde zu bewältigen gab's am Sonntag gleich beim Start
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Von zwei Seiten (Euthal und Sattelegg) ging es tags drauf bei Sonnenschein zum Chli Aubrig, der bei Ankunft aber im Nebel lag. Dabei hatte die Berggruppe die ganze Zeit beim etwas längeren Anstieg über Rosenhöchi und Nüssen die Spitze immer im Sonnenlicht gesehen. Aber auch die Wandergruppe bestieg ihn bei freier Sicht und kam im Nebel an. Beim unterhalb gelegenen Berggasthof Wildegg legten wir dann gemeinsame Mittagsrast ein, bevor wir uns im leichten Nebel an den Abstieg durch die Chrummflue und den malerischen Chilentobel machten. Je tiefer wir kamen, besserte sich das Wetter. In Lattbach machten wir noch eine kleine Rast beim „Bäsä Beizli“ und ließen uns anschließend vom Bus abholen.
Von Biberbrugg starteten wir am Sonntagmorgen auf den Höhronen mit tollem Blick auf den Zürichsee. Nach einer kurzen Rast beim Wildspitz führte uns der Weg weiter über den Dreiländerstein (Grenzen der Kantone Zürich, Zug und Schwyz) nach Langenegg, wo wir bei herrlichstem Sonnenschein und prima Aussicht unsere Mittagspause genossen. Nach kurzem Anstieg zum übervölkerten Gottschalkenberg führte uns der Weg über Raten und St. Jost hinunter zur Dritten Altmatt. Hier wartete bereits unser Bus und brachte die meisten Wanderer zum Hotel zurück. Einige liefen jedoch noch über Chatzenstrick bis Einsiedeln weiter. Auf diesem Stück begegneten sie noch vielen geschmückten Reitern und Kutschen, die auf dem Rückweg von Einsiedeln waren, wo gegen Mittag eine Wallfahrt für diese Pferdefreunde stattfand.
Mit der Luftseilbahn fuhren wir anderntags von Weglosen in einer Großkabine zum Seebli hinauf, bewältigten anschließend unterhalb der Sesselbahn den Anstieg zum Sternen und liefen bei herrlicher Aussicht zur Druesberghütte, wobei eine Gruppe noch den 2282 m hohen Druesberg, der in diesem Urlaub die höchste zu begehende Erhebung war, bestieg. Danach führte der Weg wieder ins Tal nach Weglosen, von wo wir mit unserem Bus zurück zum Hotel fuhren.
Diese vier schafften es bis zur Spitze des Druesbergs
Diese vier schafften es bis zur Spitze des Druesbergs
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Im Innern der Sihlsee-Staumauer erklärte Meinrad Fuchs die Technik
Im Innern der Sihlsee-Staumauer erklärte Meinrad Fuchs die Technik
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Der Tourenleiter bedankte sich mit einem guten Beckumer Tropfen
Der Tourenleiter bedankte sich mit einem guten Beckumer Tropfen
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Am Dienstag stand nach einer gut einstündigen Wanderung mit der Besichtigung der Sihlsee-Staumauer mal was ganz anderes auf dem Programm. Aufmerksam verfolgt wurden die interessanten Erläuterungen des Herrn Meinrad Fuchs sowohl zur Entstehung als auch zum System bzw. zu den technischen Abläufen bei der einstündigen Führung. Nach dem Dank des Tourenleiters für die informativen Ausführungen lief die Gruppe dann weiter an der Sihl entlang bis nach Egg. Von dort erfolgte der sanfte Anstieg über Jureten nach St. Meinrad. Die dortige Kapelle konnte jedoch wegen äußerer und innerer Renovierungsarbeiten leider nicht besichtigt werden. Nach einem rund viertelstündigen Anstieg zum Etzel wurden alle mit einem phantastischen Panoramablick belohnt, der auch die tolle Lage des Zürich- und Sihlsees unterstrich. Der Rückweg über St. Meinrad, die Teufelsbrücke und Galgenchappeli erwies sich bei der Hitze an dem Tag dann noch ganz schön anstrengend, weil es nur über Asphalt ging. Aber die prächtige Aussicht entschädigte die Wanderer zumindest teilweise.
Der Aufstieg am Leiterenweg hatte es in sich ...
Der Aufstieg am Leiterenweg hatte es in sich ...
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Am nächsten Morgen nahm die Berggruppe den spektakulären Leiterenweg mit seinen steilen Felswänden von Weglosen als Ausgangspunkt zum Biet (1965 m), dessen Gipfel nach gut drei Stunden erreicht war. Nach einer ausgiebigen Rast bei herrlichstem Sonnenschein erfolgte der Abstieg über Tierfäderenegg nach Stöcken, wobei es das letzte steile Abstiegsstück durchs Ochsenweidli noch ganz schön in sich hatte.

Die Wandergruppe sollte sich nach dem Aussteigen der Berggruppe zur Passhöhe nach Ibergeregg bringen lassen, um von dort über Fürggelen- und Gschwändstock nach Stöcken zu laufen. Doch bevor die Wanderung starten konnte, gab es noch ein kleines Malheur. Während der Anfahrt auf der kurvenreichen Passstraße hatte sich bei einer der verengten Stellen mit den in die Straße eingelassenen Stahlrosten (damit das Weidevieh dort nicht rüberläuft) ein rechts des Durchlasses und kurz über der Fahrbahn befindliches, nicht erkennbares verbogenes Stahlstück in die vordere Buseinstiegstür gebohrt und diese ausgehoben, so dass der Bus anhalten musste. Auch mit vereinten Kräften gelang es nicht, die Tür wieder einzurenken. Während Busfahrer Walter auf einen Werkstattwagen wartete, blieb der Gruppe dann nichts anderes übrig, als den steilen Anstieg auf der asphaltierten Passstraße bis zur Passhöhe zu Fuß zu bewältigen. Dieses Unheil brachte dann auch zwei Stunden Verzögerung bei der Ankunft in Stöcken.

Der Große Mythen wurde auch in Angriff genommen
Der Große Mythen wurde auch in Angriff genommen
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Am vorletzten Wandertag ging’s von Sattel mit der Drehgondelbahn zum Mostelberg. Über einen wunderschönen Höhenweg, auf dem wir u. a. auch einen prächtigen Blick auf die umliegenden Seen sowie den Vierwaldstätter See mit unserem letztjährigen Urlaubsziel Seelisberg hatten, liefen alle über Haggenegg nach Holzegg. Während die Wandergruppe den Weg übers Müsliegg und durch den Zwäckentobel hinunter nach Brunni nahm, bestieg die Wandergruppe bei klarer Sicht auf dem stark frequentierten Zickzackweg den markanten Großen Mythen (1899 m), genoss die imposante Rundumsicht des Alpenpanoramas vom Säntis bis zur Jungfrau und stieg anschließend direkt nach Brunni ab.

Nach dem Abendessen folgte ein kurzweiliger, lustiger Spieleabend, an dem drei verschiedene Spiele mit wechselnder Besetzung an den Tischen für viel Spaß und Gelächter sorgten.

Die Wandergruppe am Großbrechenstock
Die Wandergruppe am Großbrechenstock
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Am Freitag, dem letzten Wandertag, ging’s bei leichter Bewölkung für alle Wanderer von Alpthal über den Großbrechenstock nach Nüsell. Während die Berggruppe noch den Aufstieg über den Nüsellstock auf sich nahm, um nach Trachslau abzusteigen, wählte die Wandergruppe den leichteren Rückweg nach Rothenthurm. Schon im Waldgebiet kurz vor Trachslau konnte man aufgrund der immer dichter und dunkler werdenden Wolken erkennen, dass es bald heftig regnen würde. Mit dem Eintreffen am Bus setzte dann auch stürmischer Niederschlag ein, der uns dann auf der Fahrt nach Rothenthurm nichts mehr anhaben konnte. Als wir in dem voralpinen Ort mit dem größten Hochmoorgebiet der Schweiz ankamen, hatte sich das Unwetter verzogen, so dass die „Wandervögel“ beider Gruppen den Abschluss ihrer gelungenen Touren am Bus noch bei einigen leckeren Tröpfchen begossen.

Die dunklen Wolken und die zahlreichen Regenschauer am Abreisetag konnten uns dann auch nichts mehr anhaben, da wir die vorherigen Tage bei überwiegend bestem Wanderwetter genießen konnten.

Manfred Kolkmann