Naturschutzgruppe
Verborgenen Ort mit dem Beckumer Umweltamt entdeckt!
Auch in diesem Jahr nahmen wir wieder an einer Führung der Beckumer „NaTouren 2010“ teil, und zwar am Mittwoch, den 7. Juli. Der verborgene Ort war diesmal das sonst gesperrte Betriebsgelände des Zementwerkes Phönix an der Stromberger Straße. Heinz-Josef Heuckmann vom Umweltamt der Stadt Beckum begrüßte dazu den Betriebsleiter Heiko Schlinkert, der uns zunächst anhand von Schaubildern den Weg vom Steinbruch bis zum fertigen Zement erläuterte. Dann ging’s ins Gelände. Er wies auf die Schwierigkeiten beim Abbau hin, entlang der B61 können die Steine wegen der Nähe zur Straße nur mit einem Radlader abgebaut werden, während an den anderen Wänden alle 14 Tage das Gestein herausgesprengt wird. Am Talgrund erläuterte er die einzelnen Gesteinsschichten. Nächstes Ziel waren die rekultivierten Flächen. Heinz-Josef Heuckmann wies auf die vielseitig gestaltete naturbelassene Landschaft mit den kleinen Teichen hin. Auf diesem trockenen, kalkhaltigen Untergrund bildet sich eine neue Vegetation. In den steil abfallenden Wänden brütete im letzten Jahr sogar ein Uhupaar. Einige Gebiete dienen auch als Kulturlandschaft. Die Teiche stehen den Mitarbeitern als Angelteiche zur Verfügung. Durch einen Teil dieser Flächen führt auch der Werseradweg. Nach zwei Stunden endete ein imposanter Rundgang durch die Steinwelt und eine neu entstandene Landschaft. Schade, dass so wenige von uns teilgenommen haben, aber auch wir saßen rechtzeitig zum WM-Halbfinal-Fußballspiel gegen Spanien vor dem Fernsehschirm.
Ernst-Dieter Redemeyer
Ein Naturparadies an der Ems, wo Auerochsen und Wildpferde zu Hause sind
Bärlauchwanderung litt unter Regen
Bei schlechtem Wetter fand am 13. April 2008 die Wanderung zu den Bärlauchwiesen im Gaßbachtal in Stromberg statt. Nach kurzer Zeit setzte strömender Regen ein und es ging kurzerhand zum Freibad, wo gerade ein Mountainbikerennen stattfand. Hier konnte man sich ein wenig stärken. Nachdem der Regen nachgelassen hatte, ging es zu den Bärlauchwiesen, wo man auch welchen sammelte konnte. Der Bärlauch wanderte in die mitgebrachten Tüten und dann ging's zurück zu den Autos. Es wurden noch Bärlauchrezepte verteilt und man machte sich dann schnellstens auf den Heimweg.
Viel Interessantes über Bienen und Imkerei erfahren
Am Sonntag, den 24. Juni 2007 waren zehn Leute zum Schulungs- und Informationszentrum für Imker, Schulen, Vereine und Besucher des Imkervereins Ahlen gekommen, die vom Lehrbienenstandsbetreuer Thomas Fröchte herzlichst begrüßt wurden. Er erklärte sehr anschaulich und nachvollziehbar die überwiegend als Hobby betriebene Imkerei. Zu seinen ersten Worten gehörte, dass man vor Bienen keine Angst haben muss, sondern ihnen nur etwas Respekt entgegenbringen sollte.
Aus ca. 60.000 bis 70.000 Bienen besteht ein Bienenvolk, das in der Regel nach der Winterphase (da nur etwa halb so stark) im Laufe des Monats Mai seinen Höchststand erreicht. Eine Königin legt ca. 2.000 Eier am Tag. Bis die Biene, die eine Lebenserwartung von ca. sechs Wochen hat (im Winter ca. sechs Monate), geschlüpft ist, vergehen 21 Tage.
Eine Königin wird etwa vier, höchstens fünf Jahre alt, wobei sie im zweiten und dritten Jahr ihre höchste Leistung bringt. Wenn sie nach ihrem einmaligen Verlassen wegen Befruchtung zu ihrem Bienenvolk zurückkehrt, wird der Samen in einer Samenblase ihre ganze Lebenszeit lang am Leben erhalten. Aus unbefruchteten Eiern werden Drohnen mit einer Entwicklungszeit von 24 Tagen. Arbeiterinnen schlüpfen nach 21 und Königinnen nach 16 Tagen.
Die Honigbiene ist das Insekt, das die meiste Bestäubungsarbeit leistet. Da aber bei uns in Deutschland die Tendenz rückläufig ist, dass sich Leute mit der Imkerei befassen, erzeugen die deutschen Imker mit 20 bis 25 % viel zu wenig Honig, so dass 75 bis 80 % des hier gegessenen Honigs importiert werden müssen. Im heimischen Raum wird überwiegend Blütenhonig produziert, umter bestimmten klimatischen Verhältnissen auch schon mal Blatthonig. Wenn die Waben verdeckelt sind, weiß der Imker, dass der Honig reif ist.
Ende Juli/Anfang August ist das Ende der Honigzeit. Dann wird das Bienenvolk auf Überwinterung eingestellt. Die nur einmalige Fütterung am Anfang im August mit etwa 20 kg Zucker(stoffen) als Winterfutter erfordert ein gewisses Fingerspitzengefühl, denn wird zu wenig verfüttert, verhungern die Bienen, wird zu viel gegeben, erfrieren sie.
Zum Ende der lehrreichen guten Stunde bedankte sich Peter Roßbach (in Vertretung für den verhinderten Naturschutzwart Ernst-Dieter Redemeyer) bei Herrn Fröchte mit einem leckeren Tröpfchen.
Manfred Kolkmann














